Wenn man nach Kriegen und Konflikten weltweit googelt, stösst man auf eine Zahl, die 300 übersteigt. Das lässt einen unweigerlich über die Gründe für solche Konflikte nachdenken. Warum kämpfen wir gegeneinander, statt uns zu verbünden? Ein wesentlicher Grund ist, dass wir Menschen uns oft mehr auf unsere Unterschiede und Differenzen konzentrieren als auf das, was uns verbindet.

In Wahrheit verbindet uns viel mehr, als wir denken. Wir alle haben Familien, Menschen, die wir lieben, und Wünsche, die wir teilen: Wir wollen gesund, glücklich und frei sein. Wir wünschen uns eine friedliche Zukunft für unsere Kinder, ohne Gewalt und Angst. Doch trotz dieser gemeinsamen Wünsche hat die Menschheit in den letzten Jahrzehnten technologische Fortschritte gemacht – oft leider, um raffiniertere Waffen gegeneinander einzusetzen.

Was treibt uns zu solchen Handlungen? Angst? Hass? Ich habe vor Jahren die Autobiografie von Mahatma Gandhi gelesen, und seine Philosophie der Gewaltlosigkeit hat mich tief geprägt. Seitdem versuche ich, seine Ansichten im Alltag umzusetzen. Wenn ich auf Menschen stosse, die mir seltsam, aggressiv oder fremdenfeindlich erscheinen, versuche ich, in ihnen ein verängstigtes Kind zu sehen, das Verständnis und Mitgefühl braucht.

Die meisten Gewalttäter waren einst selbst Opfer. Dieser Kreislauf der Gewalt kann nur durchbrochen werden, wenn wir schon bei den kleinen Dingen beginnen. Es sind die Gedanken von Angst und Hass, denen wir Raum geben, die den Kreislauf am Leben halten. Laut buddhistischer Philosophie sind Neid (oder Gier, ich will), Hass (Abneigung, ich will nicht) und Verblendung die Wurzeln allen Leidens. Sich selbst dabei zu ertappen, solche Gedanken zu haben, ist der erste Schritt. Oft reicht es aus, kurz innezuhalten und zu reflektieren, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Bisher habe ich mit diesem Ansatz positive Erfahrungen gemacht. Verständnis und Mitgefühl können manchmal Brücken bauen, wo Hass nur Mauern errichtet. Wie gehst du in solchen Situationen mit deinen eigenen Ängsten und Gefühlen um? Lass uns darüber sprechen, wie wir mehr Verbundenheit und weniger Trennung in die Welt bringen können.

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