Viele Menschen glauben schon lange, dass das, was wir essen, unseren Schlaf beeinflussen kann. Aber gibt es dafür wirklich Beweise? Genau dieser Frage ging ein Forscherteam der MacEwan University in Kanada nach. Sie befragten rund 1.100 Studierende zu ihrem Schlaf, ihren Träumen und Albträumen und natürlich zu ihren Essgewohnheiten.
Die Ergebnisse sind spannend: Etwa 40 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass spätes Essen oder bestimmte Lebensmittel ihren Schlaf stören. Besonders Süssigkeiten, scharfe Speisen oder Milchprodukte wurden häufig genannt. Ein kleiner Teil, knapp 5,5 Prozent, meinte sogar, dass Essen auch den Inhalt ihrer Träume verändert. Vor allem Süsses und Milchprodukte sollen Träume bizarrer oder unruhiger machen.
Auffällig war auch: Menschen mit Laktoseintoleranz oder anderen Nahrungsmittelallergien litten öfter unter Albträumen. Die Forschenden vermuten, dass Magen-Darm-Beschwerden den Schlaf stören und so Albträume wahrscheinlicher machen können. Das deutet darauf hin, dass eine bewusste Auswahl der Lebensmittel vor dem Schlafengehen helfen könnte, ruhiger zu schlafen.
Klar ist aber auch: Es gibt noch viele offene Fragen. Ob und wie genau Essen unsere Träume beeinflusst, muss weiter untersucht werden. Vielleicht lohnt es sich trotzdem schon jetzt, darauf zu achten, was abends auf dem Teller landet – besonders, wenn man oft unruhig schläft oder schlecht träumt.
Quellen:
Nielsen, T. (2025). More dreams of the Rarebit Fiend: Food sensitivity and dietary correlates of sleep and dreaming.* Frontiers in Psychology.